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Ratgeber · Website-Erstellung

Was kostet eine Website
für Handwerksbetriebe?

Die ehrliche Antwort liegt selten in einer einzigen Zahl. Für eine individuelle Unternehmenswebsite mit mehreren Seiten, Texten und sauberer technischer Grundlage sollten kleine und mittlere Betriebe meist mit einem niedrigen vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Projektbudget rechnen.

Eine Website kann 500 Euro, 5.000 Euro oder 25.000 Euro kosten — und jedes dieser Angebote kann für einen bestimmten Zweck plausibel sein. Vergleichbar werden Preise erst, wenn klar ist, ob nur ein Design umgesetzt wird oder ob Strategie, Texte, Fotos, SEO-Basis, Weiterleitungen und Betreuung dazugehören.

Kurzantwort: Öffentlich zugängliche deutsche Preisratgeber nennen für kleine Unternehmenswebsites sehr unterschiedliche Bereiche. Ein Anbieter ordnet individuelle Websites kleiner Unternehmen beispielsweise bei 2.000 bis 10.000 Euro ein. Das ist keine allgemeingültige Preisliste und kein Aris-Angebot, zeigt aber die übliche Spannweite.

Quelle zur Marktorientierung: öffentlicher Preisratgeber für Handwerker-Websites.

Warum die Spanne so groß ist

Der sichtbare Teil einer Website ist nur ein Teil der Arbeit. Vor dem Design stehen Fragen zur Zielgruppe, zu Leistungen und zum gewünschten Kontakt. Danach folgen Texte, technische Umsetzung, Mobilansicht, Formulare, Datenschutz, Suchmaschinen-Grundlagen und der eigentliche Livegang.

Ein günstiges Angebot kann sinnvoll sein, wenn bereits Struktur, Texte und Bilder vorliegen und nur ein einfacher Onepager benötigt wird. Es ist jedoch nicht mit einem Projekt vergleichbar, bei dem eine Agentur das Unternehmen interviewt, Inhalte entwickelt, mehrere Leistungsseiten erstellt und den Wechsel von einer alten Website absichert.

Vier typische Kostenstufen

1. Baukasten und Eigenleistung

Die direkten Gebühren sind niedrig, häufig im zweistelligen Monatsbereich. Der größte Kostenblock ist die eigene Zeit. Der Betrieb muss Seiten strukturieren, Texte schreiben, Bilder auswählen, Formulare einrichten und technische Entscheidungen treffen. Für eine erste digitale Visitenkarte kann das reichen. Wenn Anfragen und lokale Auffindbarkeit das Ziel sind, wird die Eigenleistung schnell umfangreich.

2. Einfacher Onepager

Ein Onepager bündelt Angebot, Betrieb, Referenzen und Kontakt auf einer Seite. Er ist günstiger als eine umfangreiche Website und kann für ein sehr klar abgegrenztes Angebot funktionieren. Nachteile entstehen, wenn viele Leistungen einzeln erklärt werden müssen oder verschiedene Suchanfragen jeweils eine passende Zielseite benötigen.

3. Individuelle Unternehmenswebsite

Hierzu gehören meist Startseite, einzelne Leistungsseiten, Über-uns-Bereich, Referenzen, Kontakt und rechtliche Seiten. Werden Struktur, Texte, Gestaltung und technische Umsetzung übernommen, liegt das Projekt üblicherweise deutlich über einem reinen Template-Aufbau. Für viele Handwerksbetriebe ist diese Stufe der sinnvolle Vergleichsmaßstab.

4. Website mit individuellen Funktionen

Terminbuchung, Kundenportal, Konfigurator, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit oder umfangreiche Objekt- und Produktdaten erhöhen Konzeption, Entwicklung und Tests. Solche Projekte können schnell fünfstellig werden. Entscheidend ist, ob die Funktion einen messbaren betrieblichen Nutzen hat.

Welche Leistungen den Preis bestimmen

  • Umfang: Anzahl und Tiefe der Seiten.
  • Texte: liefert der Betrieb fertige Inhalte oder entsteht alles aus einem Interview?
  • Gestaltung: vorhandenes Template oder individuelles Design?
  • Bilder: vorhandenes Material, Bildbearbeitung oder Fotoshooting?
  • Funktionen: Formular, Terminbuchung, Stellenbereich, Objekt- oder Produktsuche.
  • SEO-Basis: Titel, Beschreibungen, Überschriften, interne Links, Schema und Sitemap.
  • Relaunch: Analyse alter URLs und Weiterleitungen, damit vorhandene Sichtbarkeit nicht verloren geht.
  • Pflege: übernimmt der Betrieb Änderungen selbst oder wird laufende Betreuung benötigt?

Einmalige und laufende Kosten trennen

Der Projektpreis deckt die Erstellung ab. Zusätzlich können Domain, Hosting, Wartung, Lizenzen, Sicherheitsupdates und spätere Inhaltspflege anfallen. Fragen Sie deshalb nicht nur nach dem Startpreis, sondern nach den Kosten im ersten und in den folgenden Jahren.

Eine statische Website ohne umfangreiche Drittanbieter kann sehr geringe laufende Technik-Kosten haben. Ein System mit vielen Plugins, Premium-Lizenzen oder individueller Schnittstelle benötigt mehr Wartung. Keines der Modelle ist grundsätzlich falsch; es muss zum Pflegebedarf des Betriebs passen.

Woran Sie ein vergleichbares Angebot erkennen

  1. Alle geplanten Seiten sind einzeln aufgeführt.
  2. Es steht fest, wer Texte und Bilder liefert.
  3. Korrekturrunden und Freigaben sind beschrieben.
  4. Mobilansicht, Formulare und technische SEO-Basis sind enthalten.
  5. Beim Relaunch gibt es einen Weiterleitungsplan.
  6. Eigentum, Zugänge und spätere Pflege sind geregelt.
  7. Laufende Kosten stehen getrennt vom Projektpreis.

Ein Angebot mit 2.000 Euro kann teurer werden als eines mit 6.000 Euro, wenn Texte, Bilder, Weiterleitungen und spätere Anpassungen zusätzlich berechnet werden. Der Umfang entscheidet, nicht die Zahl auf der ersten Seite.

Wann sich eine professionelle Website rechnet

Rechnen Sie nicht nur mit Seitenaufrufen. Entscheidend ist, wie viele zusätzliche passende Anfragen entstehen und welchen Deckungsbeitrag ein durchschnittlicher Auftrag bringt. Gewinnt ein Betrieb durch bessere Auffindbarkeit und Kontaktführung wenige zusätzliche Aufträge, kann sich eine Website schnell tragen. Entsteht dagegen nur ein schöner Auftritt ohne klaren Kontaktweg, bleibt der wirtschaftliche Nutzen unklar.

Das Fallbeispiel Friedrichs Immobilien zeigt, dass eine überarbeitete Nutzerführung bis zu zehnmal mehr Anfragen erzeugen kann — ohne zusätzliches Werbebudget. Das ist ein konkretes Projektergebnis, keine pauschale Zusage.

So reduzieren Sie Kosten, ohne an der falschen Stelle zu sparen

Am günstigsten wird ein Website-Projekt nicht durch möglichst wenige Seiten, sondern durch klare Entscheidungen vor dem Start. Benennen Sie die wichtigsten Leistungen, Zielgruppen und Regionen. Sammeln Sie vorhandene Fotos, Logos, Zugangsdaten und rechtliche Angaben. Legen Sie außerdem fest, wer Inhalte freigibt. Wenn diese Grundlagen fehlen, entstehen zusätzliche Abstimmungen und bereits fertige Bereiche müssen später neu aufgebaut werden.

Bei einem Handwerksbetrieb sollte zuerst der Weg zur Anfrage funktionieren: Leistung verstehen, Einsatzgebiet prüfen, Vertrauen gewinnen und per Telefon oder Formular Kontakt aufnehmen. Animationen, ein umfangreicher Newsbereich oder individuelle Sonderfunktionen können danach bewertet werden. Sie sind sinnvoll, wenn sie eine konkrete Aufgabe lösen — nicht, weil sie technisch möglich sind.

Ein einfacher Wirtschaftlichkeitscheck

Für eine eigene Rechnung genügen drei Werte: Projektkosten, zusätzlicher Deckungsbeitrag pro Auftrag und realistisch gewonnene Zusatzaufträge. Kostet eine Website in einem rein hypothetischen Beispiel 6.000 Euro und bleiben pro zusätzlichem Auftrag 1.000 Euro Deckungsbeitrag, wären sechs zusätzliche Aufträge nötig, um die Investition rechnerisch auszugleichen. Zeitraum, Nachfrage und Abschlussquote müssen Sie mit Ihren eigenen Zahlen einsetzen. Das Beispiel ist keine Ergebnisprognose.

Warnzeichen in günstigen Angeboten

  • Texte, Bildauswahl oder Mobiloptimierung werden nur vage erwähnt.
  • Es gibt keinen Plan für bestehende URLs und Weiterleitungen.
  • Domain, Hosting und Zugänge bleiben dauerhaft beim Anbieter.
  • Nach dem Start ist unklar, wer Updates und Sicherungen übernimmt.

Ein seriöses Angebot macht diese Punkte sichtbar. So vergleichen Sie nicht nur eine Summe, sondern das fertige Ergebnis und die Verantwortung nach dem Livegang.

Welche Unterlagen der Anbieter vorab braucht

Hilfreich sind eine Liste der Leistungen, das tatsächliche Einsatzgebiet, typische Kundenfragen und Beispiele für besonders passende Aufträge. Dazu kommen Logo, Bildmaterial, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und vorhandene Zugänge. Fehlen professionelle Fotos, sollte im Angebot stehen, ob ein Shooting, eine Bildauswahl oder zunächst gutes vorhandenes Material genutzt wird.

Auch die spätere Pflege gehört in die Planung. Ein Betrieb, der nur selten etwas ändert, braucht ein anderes Modell als ein Unternehmen mit neuen Stellen, Projekten oder Leistungen. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung, welche Änderungen Sie selbst vornehmen können, wie Aktualisierungen abgerechnet werden und ob technische Wartung nötig ist. Diese Punkte verhindern überraschende Folgekosten und sind für den Preisvergleich genauso wichtig wie das Design.

Wie Aris Advertising mit Preisen umgeht

Aris Advertising veröffentlicht bewusst keine feste Pauschale, weil Umfang, vorhandenes Material und Funktionen unterschiedlich sind. Nach einem kostenlosen 20-minütigen Erstgespräch wird der Bedarf abgegrenzt. Danach erhalten Sie ein transparentes individuelles Angebot mit festem Leistungsumfang.

So bleibt der Preis nachvollziehbar, ohne eine scheinbar günstige Zahl zu nennen, die später durch notwendige Zusatzleistungen wächst.

Marvin Oetzel
Marvin Oetzel

Inhaber von Aris Advertising. Entwickelt Websites und digitale Anfragestrecken für Handwerksbetriebe und Immobilienunternehmen.

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